Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf

von Bodo Kirchhoff

 

 

 

"Erotik, meine Damen und Herren, ist eine Sache

des Hirns. Ganz besonders, wenn es auf den

Höhepunkt zugeht. Andrea besteigt dann diesen

Stuhl und was dann folgt, verschlägt einem die

Sprache."

Verheißungsvoll wird die Stripteasenummer vom

Ansager ankündigt. Doch welche Wendung nimmt

die Veranstaltung, wenn der Star des Abends nicht

erscheint?

Zu erleben in einem fulminanten Monolog

von Bodo Kirchhoff.

 

Regie: Gunther Möllmann

Es spielt: Johannes-Paul Kindler

"Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Und was für einer! Denn Johannes-Paul Kindler zieht im Kleinen Theater Rehme alle Register, um sein Publikum bei Laune zu halten.

(...)

Johannes Kindler ist die Idealbesetzung für diese anspruchsvolle Rolle. Der Schauspieler, der ein enormes Textpensum zu bewältigen hat, kitzelt in der Regie von Gunther Möllmann - einem Schüler des legendären Claus Peymann - unglaubliche Nuancen aus dem Ansager heraus.

     Lässt ihn in Zeitlupe sein Hosenbein hochrollen, (...) . Lässt ihn verführerich das Hemd öffnen und dann sekundenlang den Blick auf eine Brustwarze frei geben.

     Aber: lässt ihn auch in tiefer Verzweiflung über diese gigantische Aufgabe versinken.

Das ist nicht nur amüsant und abwechslungsreich, sondern auch sehr spannend zu erleben."

                                                                    Elke Niedringhaus-Haasper

                                                             Neue Westfälische, 1. März 2018

 

 

"Die ersehnte Dame bleibt aus. Und bleibt es forthin. Währenddessen schraubt sich die Handlung entlang des Ein-Personen-Stückes durch eine Sequenz von illustrativen Monologen um die sinnlichen Reize einer Frau, die der Zuschauer nicht zu sehen bekommt. Kindler inszeniert diese ruchbare Dame mit vitalen Gesten, mit teils schlüpfrigen, teils zärtlichen Umschreibungen und in einer fesselnden Direkteit vis-á-vis des Publikums, der man sich schwer entziehen kann. Denn je länger jene Andrea ausbleibt, dasto größer wird die Not des selbst ernannten Conférenciers, nun endllich den enuss zu bescheren, über den er so lange lamentiert hat.

Und so erwischt sich "der Ansager" dabei, wie er zwanghaft selbst sein Knie frei legt; gefangen in den Phantasien, die er doch dem Publikum antragen wollte...."

                                                                                      Gabriele Peschke

                                                                                      Westfalen-Blatt 28.02.2018

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